Neues von der Suisseporcs
Medienmitteilung Suisseporcs
Medienmitteilung Suisseporcs, 16.02.08
"Am Freitag, 13. Februar trafen sich Vertreter von Micarna/MGB, Bell/Coop, Tierschutz, Konsumentenschutz (SKS und Kf), Tierärzteschaft, BVet, BLW, Projektleitung ProSchwein und Produzenten zu einer Dringlichkeitssitzung im Bundesamt für Veterinärwesen.
Auch nach intensivster Diskussion und der Aufforderung zur Offenheit für die Inhalationsnarkose und die Impfung von praktisch allen Anwesenden, bleiben die Abnehmer hart und wollen mit Ausnahme des CNf-Kanals eine flächendeckende Umsetzung der chirurgischen Kastration unter Inhalationsnarkose erzwingen. Der Vorschlag, als Zwischenlösung die alleinige Anwendung eines Schmerzmittels zuzulassen, hatte keine Chance und wurde als Schritt zurück gewertet. Die Schweineproduzenten werden von den Markt bestimmenden Kräften vor vollendete Tatsachen gestellt. Um einen Weg aus der verfahrenen Pattsituation aufzuzeigen, hat die Suisseporcs folgenden Lösungsvorschlag eingebracht:
Zwischenlösung: Chirurgische Kastration mit Isoflurannarkose. Endziel Ebermast. Voraussetzungen für diese Zwischenlösung sind: Unterstützung durch Tierärzte und durch die Behörden bei der Umsetzung. Keine Hau-Ruck-Übung. Genügend Zeit für Ausbildung und Einführung und korrekte Anwendung auf den Betrieben. Umstellungshilfefonds. Fondszweck: Substanzielle Investitionshilfe beim Start und Restabschreibungshilfe für Inhalationsnarkosegeräte bei vorzeitiger Umstellung auf Ebermast. Speisung Fonds: Abnehmer, Schweinehandel, Bund, Produzenten (Mäster).Die Abnehmer signalisierten Bereitschaft für eine finanzielle Unterstützung und werden für eine geordnete und korrekte Umsetzung genügend Zeit lassen. Die Tierärzteschaft und das BVet legen grossen Wert auf eine korrekte, kontrollierbare Umsetzung. Zur Aufhebung des Abgabeboykottes für Isofluran wurde noch keine Aussage gemacht.
Das BVet wird bald möglichst zu einer weiteren Besprechung einladen, um die Finanzierung und die korrekte Umsetzung zu regeln. Sobald ein von Behörden, Tierärzteschaft, Abnehmer/Handel und Produzenten genehmigter Finanzierungs- und Umsetzungsplan steht, soll mit der Umsetzung begonnen werden. Zeitplan: der 01.01.10 bleibt, ist aber unter den gegebenen Umständen ein sehr ambitiöser Termin. Die von Abnehmern angekündigten früheren Umsetzungsfristen sind nicht realistisch."